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Wirtschaftskriminalität

Computer Forensik und elektronische Beweissicherung: Computer Forensics Services von Kroll OntrackIn vielen Strafprozessen werden elektronische Beweismittel immer relevanter. Eine neue Generation IT-kundiger Straftäter nutzt den Fortschritt der Informationstechnologie, um alte Straftaten mit neuen Mitteln zu begehen.

Computerkriminalität ist die Bezeichnung für Straftaten besonders der Wirtschaftskriminalität sowie der unternehmensinternen Wirtschaftskriminalität, bei denen der Computer als Tatwerkzeug oder als Gegenstand der deliktischen Handlungen eine wesentliche Rolle spielt. Ob Bilanzmanipulation, Korruption, Geldwäsche, Sabotage oder Geheimnisverrat - Firmencomputer nehmen eine Schlüsselstellung in der Wirtschaftkriminalität ein. Alle Aktivitäten am PC (Löschen, Manipulieren oder Kopieren von Daten oder EMails) hinterlassen Spuren. Die Computer Forensik bietet die Chance diese Spuren aufzudecken und gegebenenfalls einem Anfangsverdacht schon früh nachzugehen und Ermittlungen zielgerichtet zu führen.


Unternehmensinterne Wirtschaftskriminalität

"Zwar sind nur 1,6% aller Straftaten Wirtschaftsdelikte, aber die machen mehr als 60% der gesamten Wirtschaftsschäden aus"
Bundesinnenminister Otto Schily, BKA Veranstaltung

Unter unternehmensinterner Wirtschaftskriminalität versteht man den Missbrauch der beruflichen Position für Zwecke der persönlichen Bereicherung durch die absichtliche, unzulässige Verwendung von Ressourcen oder Vermögens des eigenen Unternehmens. Zu den Wirtschaftsdelikten kommen noch andere Varianten der Computerkriminalität, die ebenfalls für Unternehmen relevant werden können - vornehmlich durch Verfehlungen von Mitarbeitern. Hierzu zählen Äußerungsdelikte (Kinderpornographie, Volksverhetzung etc.), Verletzung des Persönlichkeitsrechts (Erpressung, Mobbing) und Teilnahme zum organisierten Verbrechen, für das das Internet heute eine nicht zu unterschätzende Kommunikations- und Aktionsplattform bietet.


Hier wird der Computer zum Tatwerkzeug:
  • Hacking - Willentliche Umgehung von Sicherheitssystemen von Computern und Eindringen in Computernetze zum Zweck der Spionage, Sabotage oder Fälschung (Passworterschleichung)
  • Computerspionage- Wirtschaftsspionage bei der auf Computerteile zurückgegriffen wird zur Auskundschaftung fremder Geheimnisse oder geheimen Wissens (Patente, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, Buchhaltung, Vertriebs- und Kundendaten) durch Hacking, Kopieren oder unrechtmäßiger Aneignung von Datenträgern
  • Computersabotage - meist logische, mitunter aber auch physische Schädigung von Datenträgern, Computern und Netzwerken durch Viren, Würmer und Trojaner, aber auch Angriffe aus dem Web, beispielsweise Blockade durch Überflutung der Netzanbindung per DoS (Denial of Services)
  • Computerbetrug - Identitätsdiebstahl für computerisierte (Finanz)Transaktionen (Änderung von Abrechnungsdaten, Konten und Bilanzen durch externes Hacking oder interne Manipulationen oder Verschleierungen)
  • Produktpiraterie - rechtswidriges Herstellen und Vertreiben von Kopien (Raubkopien) von urheberrechtlich geschützten Medien (Musik, Videofilme, Computerprogramme) oder unberechtigten Zugriff auf kostenpflichtige, gespeicherte Informationen